Die Entwicklung der Zahnbürste

Zähneputzen ohne Zahnbürste? Undenkbar! Aber woher kommt die Idee und wie hat sich die Zahnbürste im Laufe der Jahre entwickelt? Wie hat sich das Bedürfnis nach Zahnpflege und Mundhygiene im Laufe der Jahre verändert? Die Geschichte und Entwicklung der Zahnbürste gestaltet sich nicht nur über viele, viele Jahre, sondern ist zudem auch sehr interessant. 

 

Die Anfänge der Zahnbürste: Kaustäbchen und Co.

Ein expliziter Zeitpunkt zum Beginn der Zahnpflege ist nicht überliefert. Es ist aber sicher, dass Naturvölker – auch heute noch – Kauhölzer und Kaustäbchen zur Zahnpflege nutzen. Der Reinigungseffekt geht dabei von verschiedenen Hölzern und Pflanzensäften aus. Durch permanentes Kauen werden feinste Holzfasern freigelegt, die wiederum einer Minizahnbürste ähneln. Kauhölzer gehen auf das alte Ägypten zurück und sind geschätzt viertausend Jahre alt. Schätzungsweise ist diese Form der Zahnreinigung jedoch wesentlich älter. 

Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert wurden Bambus, Knochen und sogar Tierfelle zum Reinigen der Zähne verwendet. Als erste echte Zahnbürste dienten Bambusstücke oder Knochen, die mit Wildschweinborsten bestückt waren. Von China schwappte diese Form der Zahnbürste über die Jahre hinweg nach Europa. 

Mitte des 18. Jahrhunderts gab es zahlreiche angepasste Formen. So wurde Bambus durch Knochen ersetzt, Hölzer durch Schwämme oder sogar Tücher. Zu späterer Zeit wurden auch Pferdehaare als Borsten verwendet.  

Christoph von Hellwig erfand eine der ersten Zahnbürsten in Deutschland. Ihren Griff fertigte er aus Metall oder Holz und setzte in diesen Borsten aus Pferdehaar ein. Genau hier lag das Problem. Pferdehaar war zu weich. Zwar hatten Nutzer kein Zahnfleischbluten, der Reinigungseffekt blieb aber aus.  

 

1880 das erste Modell der elektrischen Zahnbürste ist auf dem Markt

Während sich die Handzahnbürste nur langsam etablieren konnte, wurde die erste elektrische Zahnbürste bereits 1880 zum Patent angemeldet. Die Kosten der Produktion waren zur damaligen Zeit enorm hoch, so dass es noch rund 60 Jahre dauerte bis die erste elektrische Zahnbürste im Handel zu erwerben war. 

Etwa zur gleichen Zeit, um 1938, wurden Pferdehaar- durch Nylonborsten ersetzt. Griffe aus Holz wurden nach und nach durch Griffe aus Kunststoff ersetzt. Binnen der nächsten 10 Jahre hat sich die Zahnbürste zur Massenware entwickelt.  

Ein Gerät namens Broxodent, welches vom Schweizer Dr. Philippe-Guy Woog entwickelt wurde, war die erste automatische Zahnbürste. Sein Modell galt als Wegweiser für alle weiteren elektrischen Zahnbürsten. 

Oral-B griff die Idee von Woog im Jahr 1963 auf und konnte sich mit dem Modell Mayadent erfolgreich auf dem Markt etablieren. Problematisch zur damaligen Zeit galt das Stromkabel, welches die Stromversorgung sicherstellte. Erst viele Jahre später wurde das Kabel von Batterien und Akkus, später auch von Ladestationen, abgelöst. 

 

1987 Zahnpflege im Fokus

Ab 1987 stand die Zahnpflege im Fokus. Oszillierende Modelle und rotierende Bürstenköpfe lösten Verschmutzungen und offerierten ein besseres Putzergebnis. Nach und nach verbesserten sich die Modelle, so dass sie der klassischen Handzahnbürste in Nichts nachstanden.  

In den 90er Jahren etablierte sich auch der runde Bürstenkopf; Schallzahnbürsten eroberten den Markt. Dank verbesserter Reinigungswirkung von Zahnärzten gerne empfohlen. Die Reinigung fiel nicht nur wesentlich leichter, sondern war auch deutlich effektiver. 

Ab dem Jahr 2008 machte die Ultraschallzahnbürste, als Weiterentwicklung der Schallzahnbürste, von sich reden. Ultraschallzahnbürsten wie die Modelle von Emmi-Dent überzeugen durch einen sehr hohen Frequenzbereich. Bis zu 96 Millionen Schwingungen in der Minute sind möglich. In der Anwendung unterscheiden sich Ultraschallzahnbürsten deutlich von Schallzahnbürsten. Sie vereinfachen das Putzerlebnis um ein Vielfaches und liefern strahlende Ergebnisse. 

 

 

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